Seit kurzer Zeit im AppStore zu finden ist die App “Jugendsprache” von iNation. Dabei handelt es sich glücklicherweise nicht, wie so oft in der lokalen Buchhandlung zu sehen, um von selbsternannten Fachleuten zusammengestellte Worterfindungen, die kein noch so unnormaler Jugendliche in der heutigen Zeit verwendet. Vielmehr ist dieser Wortschatz (zumindest zu einem Teil, da das Lexikon zum Start der App natürlich nicht leer sein durfte und daher vom Entwickler mit einigen Standardbegriffen aufgefüllt wurde) von der deutschsprachigen Community zusammengestellt worden und ist damit deutlich authentischer als oben genanntes Fachgeschwurbel.

Der Sinn dieser Applikation definiert der Entwickler als Partyanheizer (und nicht etwa als ernstzunehmendes Nachschlagewerk) und erfüllt dieses Ziel wirklich hervorragend. Selbst, wenn man gerade keine Party zur Hand haben sollte, kann man sich (oder durch die Facebook- und eMail-Integration auch anderen) doch die ein oder andere Pause mit diesem kleinen Stück Software versüßen.
Neben der einfachen Anzeige der Wortliste kann man seine Favoriten auf einer eigenen Seite in der App anzeigen lassen sowie einen Blick auf die beliebtesten Wörter werfen. Der Inhalt dieser Top-25 ist allerdings fragwürdig, da auf Platz 1 ein Begriff steht, der mit 4 Sternen bewertet wurde, direkt darunter aber einer mit 5. Darüber hinaus bietet die App noch die Möglichkeit, ein zufälliges Wort sowie die Wortliste nach Datum sortiert anzuzeigen. Das Einsenden neuer Begriffe funktioniert ebenfalls dankenswerterweise direkt aus dem Programm heraus.
An der grafischen Gestaltung der App scheiden sich die Geister: Genau wie das Icon der App ist sie selber nämlich in beige/lila gehalten, was meinen persönlichen Geschmack zielsicher verfehlt, andererseits wäre das iOS-Standard-Design bei dieser Applikation ebenso unangebracht gewesen. Festzuhalten bleibt, dass man diese App weniger wegen ihres überragenden Designs, sondern wegen Ihres Inhalts kaufen sollte, was prinzipiell schon mal nicht verkehrt ist.
Womit wir beim Preis angekommen wären, der im deutschen AppStore bei 79 Cent liegt (Link). Mindestvorraussetzung ist iOS in Version 4.1, womit die erste iOS-Gerätegeneration unverständlicherweise außen vor gelassen wird.
lo/
Update:
Entwickler Alex Schäfer wies uns per E-Mail darauf hin, dass die App Anforderungen im kommenden Update von iOS 4.0 auf 3.1 reduziert werden. Leider lässt sich Apple hier wieder besonders viel Zeit, das Update wartet seit 2 Wochen auf Freigabe. Außerdem wird demnächst eine Retina Optimierung + die Unterstützung als Universal App hinzukommen.
cm/