Test: Miner Disturbance

29. August 2010 von Lars Offermann

Spielprinzip:

Da es bei Miner Disturbance, wie nicht selten im AppStore, an einer Story mangelt, sei hier kurz das Spielprinzip erläutert.
Der Spieler schlüpft in die Figur des kleinen sowie namenlosen Bergarbeiters mit dem übergroßen Schutzhelm, der bereits auf dem Icon der App beim Kauf und anschließend auch auf dem Homescreen aufgefallen ist. Nach Auswahl einer Mine über die recht aufgeräumte und gut bedienbare Levelauswahl (zu Beginn ist bereits jedes Level anwählbar) steigt das Alter Ego des jeweiligen Spielers über ein Seil in die Minenwelt, in der es darangeht, die Ziele des jeweiligen Levels zu erfüllen. Diese können ganz unterschiedlicher Natur sein, das Aufgabenspektrum reicht vom mehr oder weniger simplen Abbau einer bestimmten Menge von Edelmetallen, dem Erreichen einer bestimmten Punktzahl oder einer bestimmten Höhlentiefe, dem Auffinden des in jedem Level versteckten Artefakt-Teils und so fort. Dabei muss sich der kleine Minenarbeiter immer neuer Gefahren, wie zum Beispiel den häufig anzutreffenden Maulwürfen (die in diesem Spiel die Inkarnation des Bösen darstellen), Höhlenfledermäusen, steigendem (Eis)-Wasser, Lavaseen und ähnlicher ungesunder Naturgewalten erwehren, bei dem der über die Minenauswahl erreichbare Ausrüstungsshop von unschätzbarem Wert ist. Je nachdem, wie viele Ziele der Spieler in einem Level erreicht hat, desto mehr virtuelles Geld erhält er für das jeweilige Level, das man in eben diesem Shop gegen bestimmte Ausrüstungsteile tauschen kann (und sollte, da erst die richtige Kombination aus Ausrüstungsgegenständen das Erreichen der Levelziele in den späteren Minen möglich macht). Übrigens verlieren gekaufte Objekte nicht an Wert, weswegen man diese problemlos für den ursprünglichen Geldwert zurückgeben kann.

Sehr hilfreich: Die “Quickee-Mine”, in der man Geld gegen Ausrüstungsgegenstände tauschen kann

Spielspass:

Dem Spielspaß schadet einzig und allein die ein wenig unpräzise Steuerung, ansonsten konnte mich das Spiel auch über längere Zeit begeistern. Die immer neuen Herausforderungen sowie die sich stets ändernden Levelziele machen das Spiel nicht komplexer, dafür aber umso abwechslungsreicher. Auch, wenn man schon das ein oder andere Level gesehen hat, warten in einem anderen noch mehr oder weniger angenehme Überraschungen auf den Minenarbeiter, welche die Minenerkundung auch nach einiger Zeit spannend macht.Der Schwierigkeitsgrad ist in keinem Level so hoch, dass man einen Grund hätte, das Spiel frustriert in den Regalen der eigenen iTunes-Bibliothek Staub ansetzen zu lassen, allerdings auch nicht so niedrig, dass man gar nicht gefordert wird. Vor allem in den späteren Leveln ist eine präzise Auswahl der Gerätschaften aus dem Minenshop essenziell und unüberlegtes Verwenden der Spitzhacke wird nicht allzu selten mit einem danach unpassierbaren Bereich im Level belohnt, was dem Spiel beinahe den Charakter eines Rätsels verleiht.
Wo Licht ist, da ist naturgemäß auch Schatten, und so kommt auch Miner Disturbance nicht ohne einen (zwar kleinen) Fehler aus, der auftritt, wann immer Flüssigkeiten (Wasser, Lava) durch den Minenabbau in Bewegung gebracht werden. Diese fließen nämlich nur, wenn eben diese Flüssigkeit auf dem Bildschirm zu sehen ist, bringt man sich also vor einem Schwall glühender und potenziell tödlicher Lava in Sicherheit, kann man immer noch von Resten getroffen werden, wenn man in die Höhlen zurückkehrt, da die Lava ja aufhört zu fließen, sobald man außer Sichtweite ist.

Der Erzfeind eines jeden Minenarbeiters: Übergroße Maulwürfe mit spitzhackenresistentem Fell

Grafik:

Was die Grafik betrifft, gibt es an Miner Disturbance wirklich nichts auszusetzen. Die zweidimensionale Grafik sieht gut, wenn auch nicht überragend gut aus. Trotz hochauflösender Grafiken mit Kantenglättung ruckelt das Spielgeschehen selbst bei hektischerem Geschehen nicht.
Die je nach Level und Höhlentiefe unterschiedlichen Gesteinsfarben und -musterungen sorgen geradezu buchstäblich dafür, dass die Spielwelt nie eintönig wirkt und sind allesamt sehr gelungen.

Langzeitmotivation:

Um den Spieler auch auf längere Sicht zu beschäftigen bietet Miner Disturbance zunächst einmal natürlich eine ansehnliche Anzahl (insgesamt 36, davon 26 in der “normalen” Welt und 10 in der Eiswelt) verschiedener Level an, die teilweise so umfangreich ausfallen, dass der Minenarbeiter schon mal gute 20 Minuten vom Tageslicht abgeschnitten ist. Die Aufstockung dieser 36 Minen macht der Entwickler Jagex von der Anzahl der verkauften Spiele abhängig, doch bereits jetzt ist das Angebot sehr gut.
In jedem der Minen gibt es außerdem, wie weiter oben schon erwähnt, ein Artefakt-Teil zu finden, das es lohnenswert macht, die Minen auch mehrmals zu durchforsten.
Einen ähnlichen Effekt verfolgen die Achievements, mit denen man bei Bedarf auch online über OpenFeint angeben kann. Ebenfalls über das Online-Netzwerk abgleichbar sind die Highscores aus dem sogenannten Vulkan, einem zufallsgenerierten Level, das alle Hindernisse aus den übrigen Minen enthält.

Sound:

Die Hintergrundmusik gefällt mir auf Anhieb sehr gut, er ist geradezu unaufdringlich und passt gut zur Umgebung, selbiges gilt auch für die Geräuschkulisse.

Bedienung:

Zur Bedienung in den Minen bemüht Jagex ein auf dem Bildschirm eingeblendetes 8-Wege Steuerkreuz und zwei Knöpfe, je einen zum Springen und einen, der zur Verwendung der Spitzhacke dient. Das Steuerkreuz hat zwei Modi, zieht man den virtuellen Steuerknüppel nur leicht in eine Richtung. Der Effekt: Ein kleiner Pfeil erscheint in der passenden Richtung am namenlosen Minenarbeiter, der allerdings stehen bleibt. So kann man die unmittelbare Umgebung mit der Spitzhacke bearbeiten, ohne sich von der Stelle zu bewegen. Zum Bewegen muss das Steuerkreuz “einfach nur” weiter in die jeweilige Richtung gezogen werden. Wie ich oben schon kurz fallen ließ, funktioniert eben dieser Übergang nicht besonders gut. So springt man oftmals ungewollt in Abgründe, obwohl man nur die nächstgelegene Höhlenwand abtragen wollte, was sehr frustrierend sein kann.
Die Levelauswahl kann dies nur zum Teil wieder wett machen, da die Bedienung hier wirklich hervorragend gelungen ist (der Ausschnitt einer Landkarte, die man per Finger verschieben kann. Mine wird mit Tippen ausgewählt), sie aber für das Spielgeschehen irrelevant ist.

Preis/Leistung:

Knapp 1,60€ wandert für Miner Disturbance über die iTunes-Ladentheke, dafür erhält man ein für den Preis enorm umfangreiches Spiel, das auch über längere Zeit fesseln kann.

Spielspass:
Grafik:
Langzeitmotivation:
Sound:
Bedienung:
Preis/Leistung:

Gesamt: 4,3 Sterne

Pro: Contra:
gute Grafiken & guter Soundtrack unpräzise Steuerung
große Level(anzahl) Wasser & Lava bewegen sich nur unter Aufsicht
langer Spielspaß

Fazit:

Mit Miner Disturbance hat Jagex einen 2D-Plattformer geschaffen, der zwar nicht ohne Makel ist (Wasser fließt nicht ohne Aufsicht, Steuerkreuz hat das Adjektiv “unpräzise” abonniert), aber doch über eine lange Zeit viel Freude bereitet, was das Spiel vor allem dem beinahe rätselartigen Charakter der Level zu verdanken hat. Alles in allem ist das Spiel um den Minenarbeiter mit der übergroßen Mütze eine echte Empfehlung für alle, die auf der Suche nach einem etwas umfangreichen Spieletitel sind.
lo/

13 Kommentare

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